Conny die Hexe und Fynn der Fuchs gegen den Zauberer
Verena Lind, 9 Jahre
VS Prebuch

Es war einmal vor langer, langer Zeit. Da lebte eine kleine Hexe namens Conny. Sie war gerade in ihrem Kräutergarten, da sprang Fynn, ein kleiner schlauer Fuchs, aus dem Gebüsch. Vor lauter Aufregung kam er kaum zu Wort: „Ich habe den Zauberer gesehen, er hält die Tiere, die im Wald wohnen, gefangen!“ „Das ist ja schrecklich, wir müssen sofort los und sie befreien!“, sagte Conny. Sie half Fynn auf ihren Besen, dann erst sprang sie selbst hinauf. Sie flogen los und als sie beim Schloss des Zauberers ankamen, hörten sie den Zauberer böse fluchen und schreien: „Das darf doch nicht wahr sein, euch ist der Fuchs entwischt?“ „Er war zu schnell!“, antworteten seine Diener ängstlich und schüchtern. „Hoffentlich reichen die vorhandenen Tiere für deinen Plan“, sprachen sie hoffnungsvoll weiter. Conny und Fynn der Fuchs schlichen auf Zehenspitzen hinein. Da kamen Wachen! Conny sprach einen Zauberspruch, der sie unsichtbar machen sollte. So schnell sie konnte, sprach sie ihn aus: „Eins, zwei, drei – hex herbei!“ Oder ging er so: „Eins, zwei, drei – unsichtbar sei!“ Zu spät! Die Wachen hatten sie schon entdeckt. Sie packten sie und brachten sie zum bösen Zauberer. „Na, sieh einer an, da kommt mich Conny die Hexe besuchen. Sie hat auch ihren Fuchs dabei“, sprach der Zauberer höhnisch. „Was willst du mit den Tieren des Waldes denn machen?“, wollte Conny wissen. „Ich möchte dir ein Angebot machen. Dein Zauberbuch gegen die Tiere!“, sagte der böse Zauberer. Conny überlegte kurz und sagte: „Ich muss mich nicht auf dein Angebot einlassen.“ „Na gut, wie du willst, dann bleiben die Tiere in ihren Käfigen!“, schrie der Zauberer zornig. „Nicht, wenn ich dir einen Zauberspruch an den Hals hetze!“ „Und welcher wäre das?“, fragte der Zauberer belustigt. „Na, dieser!“, sagte Conny selbstsicher: „So böse du auch bist, egal wie dunkel es auch scheint, ein Funke reicht und dein Herz wird rein.“ Ein Lichtblitz erschien, er hüllte das ganze Schloss ein. Nach fünf Minuten verschwand der Lichtblitz. Das Schloss sah anders aus und der Zauberer jetzt ein bisschen benommen, aber trotz allem sagte er: „Danke! Eine böse Zauberin hatte mich verflucht, sie sagte, ich soll Böses tun, ich konnte mich nicht dagegen wehren. Danke, dass ihr mich erlöst habt, ich bin euch etwas schuldig.“ „Na, wenn das so ist“, freute sich Conny, „ich bräuchte neue Samen für meinen Kräutergarten.“ „Das ist das Mindeste, was ich für euch tun kann“, versprach der Zauberer. Zur Feier des Tages, dass der Zauberer nicht mehr böse war, kochte Conny für alle ein großes Festmahl. Nachdem sie fertig gegessen hatten, fragte Conny: „Welchen Plan hattest du denn?“ „Ich weiß es nicht mehr“, sagte der Zauberer.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie und essen sie noch heute.