Danke, Conny!
Jasmin Orthaber, 10 Jahre
VS Rassach

Es war einmal eine kleine Hexe namens Conny Clax. Conny war erst 11 Jahre alt, als ihr bisher größtes Abenteuer begann. Aber springen wir einmal an den Anfang zurück: Es war ein schöner, sonniger Freitag, Conny wollte heute nach der Schule mit Fynn dem Fuchs spielen. Also ging sie nach der Schule zum Haus von Fynn dem Fuchs. Doch als sie läutete, machte nicht wie immer Fynn auf, sondern seine Mutter Fiona.

Sie erzählte Conny, dass Fynn eine Lebensmittelvergiftung habe und sie aber nicht wissen würde, wieso. Conny war traurig, dass sie nicht mit ihm spielen konnte. Sie beschloss, ihm einen Trank zusammenzumischen, damit sie wieder zusammen spielen können. Sie schaute in ihr Hexenbuch.

„Okay“, sagte Conny leise, während sie die Zutaten las. Sie brauchte:

– 3 Krötenbeine

– 1 TL Mondstaub

– 10 Sternblumenblüten

– 2 schwarze Katzenhaare und

„Oh, nein!“, schrie Conny plötzlich. Sie hatte keinen Honigtau mehr und die Saison war schon vorbei.

Sie schaute im Hexen-Internet nach, und zum Glück: Jemand aus Hexenstadt verkaufte noch Honigtau. Aber sie hatte weder 20 Taler* noch eine Fahrkarte für den Bus. Also musste sie mit dem Besen fliegen: „Das kann ja mal gut ausgehen …“, beschwerte sich die kleine Hexe.

Das Geld war nicht so schwer zu bekommen, sie erzählte ihrer Mutter einfach, was sie vorhatte und tatsächlich, die Mutter war so stolz auf das, was ihre Tochter vorhatte, dass sie ihr sogar etwas mehr Taler für ein Eis mitgab. „Danke, Mama!“, rief Conny eine Minute bevor sie losstürmte, um den Honigtau zu holen.

Zum Glück war heute wenig Luftverkehr. So kam Conny schneller voran als sonst. „Diese Stadt ist ja echt riesig“, dachte sich Conny und sah nochmals nach der Adresse, die sie sich ausgedruckt hatte. „Siebente Straße Hexenstadt“, murmelte sie. Zum Glück war das Haus knallig gelb bemalt. So musste sie nicht durch die ganze Stadt fliegen. Der Verkäufer hieß Luis und war sehr nett, deshalb war sie so gegen halb sieben schon wieder zu Hause angekommen.

Über dem Feuer braute sie schließlich den Trank. Als sie alle Zutaten in den Topf gegeben hatte, murmelte sie: „Enemene Krötenbein, die Suppe soll gut wirkend sein! Hexhex!“ Als sie diesen Spruch ausgesprochen hatte, zischte und knirschte es. Sie tat die Suppe in einen Behälter und brachte ihn Fynn. Diesmal hat es sogar geklappt. „Yes!“, flüsterte Conny. „Danke!“, sagte Fynn und spielte draußen mit Conny Fangen.

Als sie am Abend im Bett lag, dachte sie noch einmal an alles, was sie heute erlebt hatte. Sie war zum ersten Mal allein in einer großen Stadt gewesen, der Trank ist nicht explodiert und sie hat einen neuen Freund in der Stadt kennengelernt.

 

*20 Taler sind so viel wie 200 Euro.