Der wertvolle Schatz
Adriana Herić, 9 Jahre
VS Berliner Ring Graz

Es war einmal ein Pirat namens Harald Holzbein. An einem schönen Nachmittag saß er in seiner Kajüte und las ein Piratenbuch. Da hörte er Flügelschläge. Ein goldener Vogel kam angeflogen und warf Harald einen Brief durchs offene Kajütenfenster. Verwundert schaute er sich den Brief ohne Absender an. Er öffnete ihn und sah eine verschlüsselte Piratenbotschaft. Und da stand:

 

„Erklimme den Hügel über grünen Auen, um durchs gläserne Aug’ zu schauen.

Die Muschel nur dem ihren Schatz wird ergießen,

der den rechten Schlüssel hat, sie zu erschließen.“

 

Und die Unterschrift war: „Captain Kidd“.

 

„Donnerwetter!“, rief Harald und klatschte sich auf die Stirn. Er rief: „James, morgen gehen wir auf Schatzsuche!“ James war sein Matrose.

Am kommenden Tag fuhren sie zur nächsten Insel. Sie wanderten den Hügel auf der Insel hinauf. Oben blieben sie stehen. „Das mit dem Hügel war leicht. Aber was meint er mit dem Glasauge?“, fragte sich Harald. James meldete sich: „Ich wüsste was.“ „Du? Das würde mich sehr wundern“, sagte Harald. „Also, pass auf“, sagte James und erklärte: „Mit Glasauge meint er bestimmt eine Brille oder ein Fernglas. Und weil Captain Kidd Pirat ist, meint er sicher ein Fernglas!“ „Das ist es!“, rief Harald. „Her damit!“ Gerade wollte er durchs Fernglas schauen, da rief James: „Da, ein goldener Schlüssel!“ „Steck ihn ein! Ich habe das Gefühl, wir brauchen ihn noch …“, sagte Harald. Durchs Fernglas sah er tatsächlich eine Muschel. Nur war sie riesig. „Ich sehe sie! Ich sehe sie!“, rief Harald. „Auf geht’s!“

Als sie an der Muschel waren, sahen sie ein Schlüsselloch. James sagte: „Ein Schlüsselloch? Hier kommen wir nicht weiter.“ Harald sagte: „So schnell gebe ich nicht auf! Wo ist der Schlüssel, den du gefunden hast?“ „Bitte sehr!“, grinste James und gab Harald den Schlüssel. Es machte „klack“ und eine Tür öffnete sich. „Rein da!“, rief Harald und stürmte los. Sie fanden einen großen Schatz.