Pia und die geheimnisvolle Waldwanderung
Elisabeth Gunacker, 9 Jahre
VS Rassach

Pia verabredete sich mit ihren Freundinnen wie immer zu einer abendlichen Waldwanderung. Doch an diesem Abend war etwas anders – es war Vollmondnacht. Wie immer nahm Pia ihre Lupe für Spurensuche und einen Probenbecher für die Analyse im Labor mit. Um 20:00 Uhr war Treffpunkt am Waldrand und alle kamen pünktlich, denn Pünktlichkeit war ihnen äußerst wichtig. Elisabeth und Katharina hatten ihre Stirnlampen dabei. Es war ein kristallklarer und sehr kalter Winterabend. Der Schnee glitzerte und funkelte im Mondlicht. Die Tannenzweige hingen durch die Schneelast herunter. Pia meinte: „Heute will ich unbedingt zur Futterstelle der Rehe gehen und sehen, ob auch andere Waldtierbewohner zum Fressen kommen.“ „Ja, denn die neue Konstruktion von uns sollte es auch kleinen Waldbewohnern ermöglichen, zum Fressen zu kommen“, antwortete Elisabeth. An der Futterstelle angekommen, konnte Pia vor lauter Erstaunen nicht aufhören zu forschen. Überall waren Spuren zu entdecken. Nicht nur Rehe waren da, sondern auch Hasen-, Fuchs- und Wildschwein­spuren waren zu entdecken. Auch die Vögel schienen die neue Futterstelle zu nutzen. Alle drei übersahen die Zeit! Plötzlich ging die Stirnlampe von Katharina aus. „Oh, mein Akku scheint leer zu sein!“, rief Katharina. Pia und die Freunde mussten den Heimweg antreten. Jedoch ging nach 10 Minuten auch die Lampe von Elisabeth aus. Sie standen im Dunkeln! Gott sei Dank war da noch der Vollmond. Dieser strahlte durch die glasklare Nacht so hell, dass sie den Heimweg ohne Stirnlampen trotzdem finden konnten. Es war sehr unheimlich, aber ein tolles Abenteuer. Gesund und stolz kamen sie zu Hause an. Pia meinte: „Wir sind eine starke und unerschrockene Forschergruppe!“