Fynn und das verschwundene Ei
Clara Neubauer, 10 Jahre
VS Sacré Coeur Graz

Eines schönen Tages ging Fynn durch den Wald. Da hörte er ein Jammern. Sofort folgte er dem Geräusch. Vor einer hochgewachsenen Eiche blieb er stehen. Das Jammern kam von der Baumkrone. Fynn schrie neugierig: „Ist da jemand?“ Und wirklich hörte er eine traurige Stimme: „In der Nacht, als ich eingeschlafen bin, wurde mir mein Ei geklaut.“ Danach begann die Stimme wieder zu weinen. Der schlaue Fuchs rief hinauf zur Baumkrone: „Komm herunter, dann kann ich dir vielleicht helfen?“ Der Fuchs erkannte sofort, wer da geweint hatte. Es war ein Rotkehlchen und hieß Ruby. Fynn sagte abenteuerlustig: „Komm, setz dich auf meinen Rücken und dann suchen wir dein Ei.“ Zum Glück nahm Fynn bald eine Fährte auf. Vor einem steilen Berg blieb er stehen. Er sagte: „Da oben ist dein Ei.“ Kurz darauf fanden sie auch eine Treppe. Ruby flog immer ein bisschen voraus und wartete dann auf Fynn. Endlich waren sie oben angekommen. Fynn sah einen im Nest hockenden Adler. Er stellte sich vor den großen Vogel und fragte: „Hast du das Ei geklaut?“ Betroffen nickte der Adler und sagte: „Ich wollte schon immer ein Kind haben und ich dachte, die Rotkehlchendame merkt vielleicht nichts.“ Mitfühlend sagte er zum Adler: „Ich verstehe dich. Aber du musst dich entschuldigen! Vielleicht darfst du dann auch das Ei brüten und auf das Rotkehlchenkind aufpassen.“ Sofort entschuldigte sich der Adler und versprach, das nie wieder zu machen. Seitdem hat Ruby nicht mehr so viel Arbeit und hat zwei neue Freunde.

 

 

 

Wir danken unseren SponsorInnen

Wir danken unseren SponsorInnen für die tollen und großzügigen Preise, die sie den sechs GewinnerInnen des Geschichtenwettbewerbs 2022 im Rahmen der Preisverleihung im Mai überreichen werden.