Stella und die goldene Schlange
Laura Hirtenfellner, 9 Jahre
VS Vasoldsberg

Hallo, ich möchte euch heute von Stella Superella und ihrer Freundin Mia erzählen. In der Geschichte geht es darum, wie die beiden Freundinnen einen berüchtigten Bankräuber überführten.

Stella hat von Nachbarn erfahren, dass die Bank ausgeraubt wurde. Stella ging sofort zur Bank. Sie untersuchte alles. Zwar war die Spurensicherung schon da gewesen, aber vielleicht hatten sie etwas übersehen. Dann rief sie ihre Freundin Mia an. Mia ist Stellas Detektivkollegin. Gemeinsam haben sie schon viele Fälle gelöst. Mia und Stella gingen zu einem Bankangestellten. Sie fragten, ob sie die Aufnahmen der Überwachungskameras sehen dürften. Der Bankangestellte sagte, dass es ihm leid tue, aber es hatte einen Stromausfall gegeben und somit gebe es keine Aufzeichnungen. Dann fragten sie nach den ganz geheimen Kameras. Diese haben meist eine Batterie. Tatsächlich hatten sie Glück: Eine der Kameras zeigte den Dieb. Stella und Mia stutzten, als sie die Bilder sahen. Sie erkannten den Bankräuber, es war die „Goldene Schlange“. Die beiden kannten den Mann aus einem ihrer gefährlichsten Fälle. Jetzt wussten sie, dass sie es mit einem richtigen Profi zu tun hatten.

Die beiden verließen die Bank und fragten im ganzen Ort, ob jemand einen großen Mann mit schwarzer Sonnenbrille gesehen hat. Eine Frau erzählte ihnen, dass sie die letzte Nacht nicht schlafen konnte und lange Zeit aus dem Fenster in den Nachthimmel blickte. Dabei bemerkte sie eine große, dunkle Gestalt mit einem Beutel in der Hand, welche Richtung Osten gerannt ist. Stella wusste, dass es im Osten bis auf eine alte, verlassene Holzhütte keine Häuser mehr gab. Sofort machten sich die beiden auf den Weg Richtung Hütte. Gerade als sie bis auf einige Meter an die Hütte herangeschlichen waren, öffnete sich die Tür und die „Goldene Schlange“ kam heraus. Die beiden versteckten sich hinter einem Strauch. Der Mann lief in Richtung Strand. Stella und Mia folgten ihm. Was die beiden nicht wussten, war, dass die „Goldene Schlange“ sie schon lange entdeckt hatte und ihnen eine Falle stellte. Am Strand ging er den langen Holzsteg hinaus. Plötzlich drehte er sich um. Die beiden Detektivinnen sprangen in ein kleines Boot und versteckten sich unter einer Plane. Schnell rannte die „Goldene Schlange“ zum Boot und löste das Seil, mit dem es befestigt war. Er lachte laut und schrie: „Macht es gut, ihr beiden – auf Nimmerwiedersehen!“

Das Boot mit den beiden Mädchen darauf trieb ab. Da sich weder Ruder noch Segel auf dem Boot befanden, konnten sie sich nur von der Strömung treiben lassen. Einige Zeit später trieben sie auf eine kleine Insel. Dort suchten sie nach Teilen, mit denen sie sich ein Ruder bauen konnten. Es war schon sehr dunkel, als sie wieder am Festland waren. Die beiden waren sehr hungrig und durstig, aber sie wussten, dass sie schnell handeln mussten, um die „Goldene Schlange“ zu fangen. So machten sie sich auf den Weg zur alten Holzhütte. Dort angekommen sahen sie, dass der Dieb schon seine Sachen packte. Mia rief die Polizei und Stella verschloss die Tür der Hütte von außen. Die „Goldene Schlange“ saß in der Falle! Einige Minuten später kam die Polizei und verhaftete den vielgesuchten Bankräuber.

Als er in Handschellen weggebracht wurde, riefen die beiden ihm lachend zu: „Mach’s gut – und auf Nimmerwiedersehen!“