Der geheimnisvolle Krachmacher
Jana Köck, 10 Jahre
VS Koglhof

Stella Superella zeigte auf. Sie war in der Schule. Gerade rechneten sie eine Rechnung aus. „Die Antwort ist fünf, Frau Lehrerin“, beantwortete die Schülerin die Frage ihrer Lehrerin. Stella flüsterte ihrem Sitznachbar zu: „Ich verstehe das alles“. Er nickte nur. Stella blickte gelangweilt auf die Decke. Hörte sie da etwas? Verwirrt blickte sie auf die Decke. Schon stand hinter ihr Frau Meier, ihre Lehrerin. „Soll ich dir helfen?“, fragte sie. Stella konnte gar nicht antworten, denn die Pausenglocke läutete. Frau Meier klatschte in die Hände und verkündete: „Pause!“ Alle Kinder strömten mit ihren Jausenboxen unter den Armen aus der Tür. Nur Stella bemerkte, dass ein Geräusch von oben kam. „Was ist denn heute am Dachboden los?“, fragte sich das Mädchen. Zusammen mit ihrer Jausenbox machte sie sich dann auch auf den Weg zur Aula. Schon wieder hörte Stella Superella ein Geräusch. Jetzt reichte es ihr. Sie wollte den Fall lösen. Praktisch, dass sie Detektivin ist! Die sehr junge Frau hat schon 20 Fälle gelöst. Einen Moment wartete sie, bis nicht allzu viele Schüler am Eingang zum letzten Stock stehen. Die Detektivin ging drei Minuten später allein die Stufen bis zum Dachboden hoch und sah sich um. Alles war dunkel und ein kleines, rundes Fenster war zu sehen. Stella näherte sich dem Fenster, das mit einem roten Vorhang zur Hälfte verdeckt war. Die Detektivin schob den Vorhang beiseite und der Raum wurde heller. Noch einmal schaute sie sich am Dachboden um. Das Geräusch war wieder zu hören. Es kam aus einer Ecke im hinteren Teil des Dachbodens. Gespannt setzte sie einen Fuß nach dem anderen. Leise knirschte der Boden. Das Geräusch war hinter einer alten Schultafel zu hören. „Wer wohl der Krachmacher ist?“, rätselte die Detektivin. Das Kind schob die alte Tafel zur Seite. „Uh“, schnaufte sie als das Mädchen es bis zur Hälfte geschafft hatte. Drei Minuten später war die Tafel auf der Seite. Die Detektivin schnaufte. Das war anstrengend. Als sie endlich hinter dem vorherigen Platz der Tafel schaute, schrie sie auf. „Hilfe!“ Hinter der Tafel stand ein altes Skelett. Es schaute nicht lebendig aus. „Ein verstaubtes Schulskelett“, staunte Stella. „Du bist sicher nicht der Krachmacher.“ Mit den Augen suchte sie den Boden ab und entdeckte tatsächlich hinter einer Kiste eine Maus. Die Maus knabberte an einem Holzstück. „Ach, du bist der Krachmacher“, stellte die Detektivin fest. Stella wollte die Maus fangen, doch die hatte ihren eigenen Kopf. Sie jagte die Maus durch den ganzen Dachboden, bis sie endlich das Tier in der Hand hielt. „Jetzt habe ich dich“, keuchte Stella Superella. Gemeinsam mit der Maus stapfte sie die Stufen vom Dachboden hinunter. Draußen setzte die nette Detektivin Stella Superella die Krachmacherin ab. Schnell lief die Maus weg. „Mein 21. Fall“, sagte Stella stolz.