Die rot-schwarze Fliege
Lilo Lerchbacher, 10 Jahre
VS St. Stefan ob Leoben

Fynn der Fuchs wohnte in einer WG. In dieser wohnten sechs Personen, genauer gesagt fünf Personen und ein Fuchs. Wie jeden Tag trug Fynn auch heute wieder seine rot-schwarze Lieblingsfliege. Die Hausglocke läutete und die Bewohner öffneten die Eingangstür. Dahinter standen ein Waschbär, ein Dachs, ein Panda und ein Hund. Anscheinend wollten sie hier alle einziehen. Das wunderte die sechs sehr, denn es war seit Jahren niemand neuer mehr gekommen und jetzt gleich vier Tiere. Die Tiere stellten sich vor: der Dachs hieß Lino, der Panda Lilo, der Waschbär Lars und der Hund Charli. Fynn freute sich, dass so viele Tiere in die WG einziehen wollten, denn bisher war er immer der einzige Vierbeiner gewesen. Doch das würde sich jetzt gleich ändern. Die vier Tiere kamen herein und Fynn zeigte ihnen die noch freien Zimmer im ersten Stock. Der Fuchs erklärte ihnen außerdem, dass sein Zimmer direkt daneben sei und sie ihn jederzeit besuchen durften. Dann bedankten sich die vier und Fynn ging in die Küche, um das Abendessen zuzubereiten. Lino, Lilo, Lars und Charli packten ihre Sachen aus und bezogen ihre Betten. Danach gingen sie hinunter in die Küche. Dort gab es viel Platz zum Kochen und einen riesigen Tisch. Um den Tisch saßen schon die anderen Bewohner der WG. Die vier Tiere setzten sich neben Fynn und gemeinsam genossen sie das Abendessen. Vom Tag müde, gingen sie in ihre Zimmer und kurz darauf waren schon alle eingeschlafen. Am nächsten Tag trafen sie sich in der Küche um zu frühstücken. Nach dem Essen wollte Fynn in den Wald gehen. Bevor er los ging, fragte der Fuchs die anderen Tiere, ob sie mitkommen wollten. Diese nickten eifrig und schließlich verließen die fünf Vierbeiner das Haus. Sie spazierten in Richtung des Waldes, während sie sich über Axolotl unterhielten. Plötzlich fragte Lilo: „Fynn?“ „Ja, was gibt`s?“ „Wo ist denn deine Fliege?“ Erschrocken schaute der Fuchs an sich hinab. Ihm war gar nicht aufgefallen, dass seine geliebte Fliege weg war. Inzwischen hatten sie den Wald schon erreicht. Lino überlegte: „Hast du sie vielleicht zu Hause gelassen?“ Also machten sie sich auf den Weg zurück. Zusammen suchten sie im ganzen Haus und fanden sie in Fynns Zimmer, wo sie auf dem Schreibtisch lag. Fynn nahm seine rot-schwarze Fliege und sagte erleichtert: „Ich muss sie wohl in der Früh hier vergessen haben.“

Alle waren froh, dass Fynns Fliege nicht verloren gegangen war.